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NWZ Donnerstag 10.07.2008
Den Traum vom Skelett getanzt
Theaterprojekt der Uhland-Realschule - Premiere am Samstag
Thomas Faupel, der
überregional wirkende Regisseur aus Salach, bringt viel mit und lässt noch mehr entwickeln. Als er
zufällig die Mädels der Tanz-AG tanzen sah, war klar: "Sie tanzen den Traum vom Skelett."
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Vor dem Altglascontainer:
Die "Elbe" (Oceanne Hubert, rechts) wirft Beckmann wieder ans Ufer.
Die "Frau Kramers" (Sabrina Waldenmaier, Ronja Hauptmann) wenden sich ab.
Als Mitspielerin Oceanne erzählte, "alles an mir hat mit Wasser zu tun, es ist mein Lieblingselement",
stand fest, dass sie den Fluss Elbe spielt. Mehrere Mädchen und Jungs teilen sich die intensive Figur des
Beckmann. Viel Text, viele Interessenten, also wird jedem ein Part zugeteilt. Auch Nachbarin Kramer und
"das Mädchen" gibt es zweimal. Aileen ist "der Andere". "Wer ist das?", will sie wissen. "Es sind immer
irgendwelche Anderen um uns, du stehst für sie alle." Greta gibt den Beerdigungsunternehmer. Sie wird
sich übergeben. "Warum muss mir denn schlecht sein?", fragte sie. "Es ist wie überfressen", erklärt
Faupel. "Du hast zu viele Tote beerdigt." Das Stück ist schwierig. Manche fragen. Andere spielen einfach
gerne, freuen sich am gemeinsamen Projekt. Ronja kann gut auswendig lernen, Melissa gefällt es
auf der Bühne. Nicolas war schon im vergangenen Jahr dabei und hat "einfach Spaß daran". Pia hatte
eine Menge Text zu lernen. "Langsam hab ich mir immer mehr gemerkt", staunt sie über sich selbst.
Die vier kleinen Wellen haben keinen Text. Sie klatschen gegen die Hafenmauer und hieven den lebens-
müden Beckmann wieder ins Leben.
"Lebe Beckmann! (. . .) Lebe mit den Anderen." Das ist die zentrale Aussage für Faupel. Nicht das
schwermütige Verzweifeln. Auch wenn die Jüngeren die Inhalte noch nicht recht begreifen können.
"Irgendwann werden sie sich erinnern - und verstehen." Thomas Faupel nickt und ist begeistert vom
Knochentanz der Mädels. Foto: Schularchiv